yin und yang-1

Synergiebild „Kraft der Polarität“
Acryl auf Leinwand mit 23 karat Blattgold, reines Silber und Bergkristallen

100x100cm

Polarität und Dualität: nicht dasselbe

Was ist der Unterschied zwischen Polarität und Dualität?
… Wie bereits mehrfach betont wurde, sollten diese Begriffe nicht gleichgesetzt werden, denn sie sind nicht Synonyme. Polarität und Dualität können unterschiedlich erklärt werden. Die Erklärung die ich hier gebe, geht von der wörtlichen Bedeutung aus. „Polarität“ enthält den Begriff „Pol“: Elektrizität besteht aus zwei Polen, die nicht zu trennen sind und sich gegenseitig bedingen. Ebenso hat eine sich drehende Kugel zwei Pole. Bei der polaren Einheit von Nordpol und Südpol einer Kugel oder beim positiven und negativen Pol der Elektrizität ist klar, dass hier gleichwertige Gegenteile gemeint sind, wo es kein Gut und Böse gibt- im Gegensatz zu Dualität, die entsteht, wenn ein natürlichen Gleichgewicht gebrochen wird. Hieraus lassen sich folgende Definitionen ableiten:

Polarität: die Zweiheit von gleichwertigen, sich gegenseitig ergänzenden Polen, die erzeugt wird durch das natürliche Gleichgewicht der göttlichen Ordnung. Polarität ist das Grundprinzip der göttlichen Schöpfungsdynamik und ist Ausdruck der ursprünglichen Harmonie der materiellen Welt. Die Grundaspekte der Polarität sind Raum und zeit , „positiv“ und „negativ“, maskulin und feminin, Schöpfung und Auflösung, Licht und Schatten,(als Physikalische Phänomene), usw. Die Polarität als Grundprinzip der göttlichen Schöpfungsdynamik zeigt sich auch im Ein- und Ausatmen, angefangen mit dem Urschöpfergott Vishnu, der die Universen aus- und einatmet. Dass unser Atmen mit dem Kosmischen Pulsieren verbunden ist, zeigt sich in jenen Formen von Meditation, die vom Grundrhythmus des Ein- und Ausatmens ausgehen.

Dualität: die Zweiheit von gegenteiligen, sich gegenseitig ausschließenden Gegensätzen, die verursacht wird durch Spaltung und Einseitigkeit ( 0 Störung der göttlichen Ordnung durch einen unharmonischen, nicht ganzheitlichen Gebrauch des freien Willens). Dualität entsteht, wenn jemand den göttlichen Mittelweg verlässt und das in der Schöpfung angelegte Gleichgewicht bricht, was religiös als Sünde bezeichnet wird. Weil Dualität mit der Spaltung und Störung eines natürlichen Gleichgewichts zusammenhängt, hat sie immer zwei Aspekte: das Zuviel und das Zuwenig. Deshalb sprechen wir auch von der Doppelnatur des Bösen, weil ein Zuviel immer auch ein Zuwenig beinhaltet.

Die Dualität steht immer im Gegensatz zu Polarität, weshalb die typischen Beispiele von Dualität folgende Gegenüberstellungen sind: gut und böse, gottzugewandt und gottabgewandt, Liebe und Hass, „Licht“ und „Schatten“ ( als spirituelle Symbolik im Sinn von “ Im-Licht-Sein“ und „Getrenntheit vom Licht“.
Wer Dualität und Polarität gleichsetzt- was alle Einheitslehren tun ( „alles ist eins“ ) – fällt in die bereits erwähnte Esoterik Falle: Man meint, gut und böse seien eine polare Einheit und seien nicht zu trennen, so wie bei der Elektrizität der eine Pol nicht von dem anderen zu trennen sei….
Extrakt aus dem Buch: „Einheit im Licht der Ganzheit“ – Armin Risi

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